Dr. Thomas Hafner | Kardiologe und Internist in  Wien WAHLARZT-ORDINATION
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Cardioversion

Bei Vorhofflimmern ist immer zu erwägen, ob es Sinn macht, die Herzrhythmusstörung zu beenden oder ob es reicht, Phasen mit zu schnellem und zu langsamem Herzschlag zu vermeiden; das Beenden von Vorhofflimmern nennt man Cardioversion.

Bei Vorhofflimmern schlagen die Vorhöfe des Herzens unregelmäßig, und das Blut fließt nur langsam und ungeordnet durch die Vorhöfe; bei längerer Dauer des Vorhofflimmerns bilden sich daher Blutgerinnsel in den Vorhöfen; wenn nun das Vorhofflimmern durch eine Cardioversion beendet wird und das Blut wieder zügig durch die Vorhöfe fließt, kann es vorkommen, daß sich Blutgerinnsel aus den Vorhöfen lösen und Gefäße verstopfen – im ungünstigen Fall entsteht dadurch ein Schlaganfall. Vorhofflimmern kann daher nur dann ohne Gefahr aktiv durch eine Cardioversion beendet werden, wenn es sicher nicht von langer Dauer ist (d.h. weniger als 48 Stunden besteht) oder wenn das Blut in den letzten 4 Wochen ausreichend verdünnt war (Antikoagulation (Blutverdünnung)).

Vorhofflimmern kann auf zwei verschiedene Arten beendet werden: durch Antiarrhythmika oder durch einen Stromstoß in Kurznarkose. eine Cardioversion mit Antiarrhythmika sollte beim ersten Mal immer im Krankenhaus durchgeführt werden – sollte sich dabei zeigen, daß das gewählte Antiarrhythmikum effektiv und sicher war, können Sie die Cardioversion beim nächsten Mal unter bestimmten Voraussetzungen auch zu Hause durchführen („pill in the pocket“-Prinzip).

Die Cardioversion mit einem Stromstoß in Kurznarkose wird immer im Krankenhaus durchgeführt, ich führe sie persönlich im Franz-Josef-Spital durch. Aufgrund der erforderlichen Kurznarkose sollten Sie nüchtern sein; nachdem Ihnen ein Medikament in die Vene injiziert wurde, schlafen Sie für einige Minuten, in dieser Zeit wird der Stromstoß verabreicht, den Sie aber nicht spüren. Sie bleiben dann noch für einige Stunden im Krankenhaus und können üblicherweise noch am selben Tag nach Hause gehen. Vor allem bei bereits längerer Dauer des Vorhofflimmerns ist eine Cardioversion durch einen Stromstoß in Kurznarkose üblicherweise effektiver als eine Cardioversion durch Antiarrhythmika.

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